| Im Anfang war der Blick 4 films by Bady Minck |
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| DVD Rezensionen | ||
| Kinematographisches Erinnern in höchster Perfektion: es geht ums sehen und gesehen werden, um das Auge, den unablässigen Blick und Postkarten. Wessen Wissen um den österreichischen Film bisher nur bis zu Seidl und Haneke reichte, dem sei eine vertiefende Betrachtung von Bady Mincks Oeuvre empfohlen, da sie ein herausragendes Beispiel für die hiesige Avantgarde ist, die im Inland leider immer noch viel zu wenig beachtet, im Ausland jedoch abgefeiert wird. |
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| Markus Keuschnigg, The Gap, Wien, Februar 2006 | ||
| Animations-Freuden bietet die DVD Im Anfang war der Blick mit vier Filmen von Bady Minck, darunter natürlich das titelgebende Hauptwerk um Postkarten, Bodo Hell und den Erzberg. Der entzückende Kurzfilm La Belle est la Bête macht übrigens klar, was das wirklich heißt: Pelz auf der Zunge. Aber das sehen Sie besser selbst. | ||
| Christoph Huber, Die Presse, Wien, Dezember 2006 | ||
Wie Michel Gondry mit manchen seiner Musikvideos gehört
auch Bady Minck zu den geistigen Erben des legendären tschechischen
Animationsfilmemachers Jan Svankmajer: Alltägliche Gegenstände
entwickeln ein surreales Eigenleben und werden so zu Trägern von
phantastischen Erzählungen. Hinzu kommen Literatur- und Kunstzitate
sowie philosophische Exkurse, und schon sind wir mitten in Animationsfilmjuwelen
wie Mécanomagie oder Im
Anfang war der Blick, beide auf der neuen Werkauswahls-DVD der Luxemburgerin
mit Wohnsitz in Wien. |
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| Andrea Winklbauer, RAY Magazin, Wien, April 2006 | ||
| Vier wichtige Filme der in Wien lebenden Luxemburgerin Bady
Minck sind nun auf einer DVD erschienen. Die Publikation aus dem Hause Amour
Fou ist vorbildlich gestaltet. Ein 24-seitiges deutsch/englisches Booklet
gibt zusätzliche Informationen zu den vier Arbeiten Im
Anfang war der Blick, Der Mensch
mit den modernen Nerven, Mécanomagie
und La Belle est la Bête.
Die Zusammenstellung macht deutlich, wie sehr Bady Minck mit jeder Produktion
eine adäquate optische Sprache mit eigener Technik sucht. Sie schärft
den Blick für Kontinuitäten und Unterschiede, für die ganz
eigene Bilderwelt der Künstlerin und den hintergründigen, bisweilen
bissigen Humor. |
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| http://www.mediabiz.at/news/themaDVD.htm | ||
Die seit zwanzig Jahren in Wien lebende luxemburgische Künstlerin Bady Minck hat im Laufe ihrer kreativen Entwicklung mit den unterschiedlichsten Materialen und Medien gearbeitet. Ihre vier wundersamen Filme sind nun endlich auf einer DVD versammelt und lassen so die Kohärenz ihres visuellen Universums erkennen, das von einer aussergewöhnlichen Meisterschaft zeugt. Auch wenn sich die Absicht der Werke nicht immer sofort erschliesst und die Filme sich stellenweise für Nichteingeweihte der Verständlichkeit entziehen, so zeichnen sie sich durch starke Themen aus, die sich in ihrem Hauptwerk Im Anfang war der Blick bündeln. Grenzenlose Ambition und fünf Jahre Produktionszeit stecken hinter diesem Film, in dem ein Schriftsteller in einen Kampf zwischen Wort und Bild verwickelt wird. Nicht nur verschiedene Techniken, sondern auch a priori inkompatible Bereiche werden hier kombiniert: Wissenschaft, Kunst, Kulinarik, Poesie, Film... Das Resultat ist eine hypnotische Reise, auf die man sich gerne mitnehmen lässt, genauso wie sich der Poet im Film durch die Klischees der österreichischen Ansichtskartenwelt treiben lässt. Das Making Of fungiert als Schlüssel zum Verständnis des Films und macht die radikale Energie seiner Entstehung spürbar. |
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| Martin Granica, Repérages, Paris, Juni 2006 | ||
Welchen Einfluss hat der Mensch auf die Landschaft? Manchmal lässt er ganze Berge verschwinden. So wurde aus dem einst 1534 Meter hohen Erzberg beim österreichischen Städtchen Eisenerz durch den Abbau der Rohstoffe mit der Zeit eine noch 1465 Meter hohe aztekische Pyramide. Die Künstlerin Bady Minck hinterfragt diese Entwicklung in ihrem Kunst-Wissenschafts-Hybrid Im Anfang war der Blick spielerisch. Das Resultat ist ein rasanter Experimentalfilm über das Verhältnis von Wort und Bild und eine wissenschaftliche Studie über den Umgang des Menschen mit seiner Umwelt. 15 000 Postkarten, ebenso wie traumhafte Animationen und gewitzte Manipulationen, dienen als Illustration. Gedichte von Friederike Mayröcker, Ernst Jandl und dem Hauptdarsteller Bodo Hell werden den hypnotischen Bildcollagen aus Eisenerz und der Touristenstadt Salzburg gegenübergestellt. Nach eigenen Worten möchte Minck zeigen, "wie der Mensch die Landschaft auffrisst und verdaut, wie er sich von ihr ernährt, in sie eingreift, sich die Landschaft untertan macht". Die Ästethik der Umwandlung verdrängt dabei mehrheitlich den Schrecken über die Zerstörung, wobei eben nicht direkt auf Umweltverschmutzung hingewiesen wird, sondern in erster Linie touristische Eingriffe in die Bergwelt und der städtebauliche Wandel betrachtet werden. Neben einem Drehbericht sind auf der DVD noch drei weitere Kurzfilme enthalten, die alle von der irrwitzigen Fantasie der Künstlerin zeugen. La Belle est la Bête verbindet die Eigenschaften der Märchengestalten in einer Figur. Weitere Episoden sind erwünscht. Mécanomagie beschreibt die Magie des zeitlosen Kreislaufs von der Aussaat bis zur Ernte. Steine mit Fruchtfleisch, Gugelhupfbäume und aus der Erde spriessende Kinder sind nur einige der dichterischen Einfälle. Eine Sinfonie der Architektur entwirft Minck zusammen mit Stefan Stratil in Der Mensch mit den modernen Nerven. Die Pläne von Adolf Loos für ein mexikanisches Rathaus in der Form einer Pyramide nehmen Gestalt an und entwerfen das Chaos einer Grossstadt. In einem für einmal wirklich attraktiven Beiheft können Bady
Mincks Gedanken über die einzelnen Werke erforscht werden, und Pressezitate
informieren über die Rezeption. Eine durchwegs bezaubernde DVD. |
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| Thomas Hunziker, filmblog.ch http://www.filmblog.ch/dvd-tipp/pelz-auf-der-zunge.html.html |
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Ein meisterliches wie komplexes Film-Kunstwerk über das Erzählen und Erinnern, über die Sprachlichkeit der Bilder und die Bildlichkeit der Worte; vor allem jedoch über die filigranen Tricks, die uns die sinnliche Wahrnehmung spielt und vorspielt. Es ist wahrlich keine einfache Seh-Kost, dafür aber ein extrem extravagantes wie eigensinniges Extrakt visuellen Erlebens; ein exaltiertes Ergebnis der fünfjährigen Arbeit der Bady Minck; ein extravaganter Kunstfilm über österreichische Landschaften. Das zentrale Element des Films ist der Einsatz von Trickfilmtechniken, Mehrfachbelichtungen, Einzelbildtechnik, Zeitraffer und Zeitlupe. Allesamt stehen die Landschaften selbst im Fokus, zum virulenten Subjekt exponiert. Die Panoramen werden dabei nicht nur einfach gefilmt, sondern ihre Strukturen und Veränderungen werden durch unzählige Ansichtskarten überdeutlich. Durch die Landschaften - rund um Eisenerz und Salzburg - reist der Dichter Bodo Hell. Kein Wunder, dass diese artifiziellen Vexierspielchen den Lorbeerkranz "Preis für das Kino der Zukunft" auf dem international Festival of New Cinema in Pesaro 2003, sowie einen "Award for the Most Innovative Documentary" vom Roma Art Doc Fest 2005 einheimsten. Die wohlstrukturierte, mit 24-seitigem Booklet, Making Of und Trailer ausgestattete DVD wartet überdies mit einem Plus von drei Kurzfilmen auf. "Verdreht die Augen. Ein Frühling der Blicke", titelte die Süddeutsche Zeitung. Bady Minck bezeichnet ihren Doku-Coup zwar als "Spielfilm", jedoch kann man hier die üblichen Analyse-Kriterien und Erzählformen nur sehr komplex betrachten. Einen Versuch ist es aber mehr als wert. |
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| Jean Lüdeke, kino-zeit.de http://www.kino-zeit.de/video_dvd/artikel/5517_im-anfang-war-der-blick.html |
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| "Vier wichtige Filme der in Wien lebenden Luxemburgerin Bady Minck sind nun auf einer DVD erschienen. Die Publikation aus dem Hause Amour Fou ist vorbildlich gestaltet. Ein 24-seitiges deutsch/englisches Booklet gibt zusätzliche Informationen zu den vier Arbeiten „Im Anfang war der Blick“, „Der Mensch mit den modernen Nerven“, „Mécanomagie“ und „La Belle est la Bête“. Die Zusammenstellung macht deutlich, wie sehr Bady Minck mit jeder Produktion eine adäquate optische Sprache mit eigener Technik sucht. Sie schärft den Blick für Kontinuitäten und Unterschiede, für die ganz eigene Bilderwelt der Künstlerin und den hintergründigen, bisweilen bissigen Humor." Irmgard Schmidmaier http://www.land.lu/html/dossiers/dossier_luxfilm/dvd_bady_minck_130106.html |
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I saw 'In The Beginning Was The Eye' at the Cornerhouse Gallery in Manchester and it's incredible. Definitely one for creative thinkers - very emotive, but more than anything intriguing and absorbing. I didn't enjoy the others on the DVD as much, but her style is still strong and just as fascinating. von User natz338 http://www.amazon.co.uk/Anfang-Mensch-modernen-M%C3%A9canomagie-Beginning/dp/B000G757DM |
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