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Rapid Eye Messungen Im Kern besteht das Kino aus der bei einer bestimmten Geschwindigkeit erfolgenden Projektion von Einzelbildern. Die Bewegung entsteht durch die Geschwindigkeit der Abfolge. Wissenschaftler, die die Lichtgeschwindigkeit und andere Phänomene studierten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, befassten sich als Erste mit dem Wesen des Films. Am Ende des 20. Jhdts. ermöglichten dann spitzentechnologische Entwicklungen wie Satellitenbilder, Radaraufnahmen, Infrarotkameras, die Computertomographie oder die Gastroskopie den Zugang zu einer, mit bloßem Auge ebenfalls nicht erkennbaren, völlig neuen Bildästhetik. Parallel zu dieser Entwicklung, erforschten Filmemacher die Möglichkeiten extremer Zeitlupenaufnahmen, um etwa die Veränderung einer Landschaft über einen gewissen Zeitraum darstellen zu können. Auch in Mainstream-Filmen spielen Geschwindigkeitswechsel eine große Rolle. Warum sehen Züge, Autos, Flugzeuge, U-Boote, ja fast alle vom Menschen gebauten Fahrzeuge so gut aus in Filmen? Die Antwort lautet: weil sie Maschinen sind. Der Film wird mit Hilfe von Maschinen aufgezeichnet und projiziert. Wenn man es schafft, auf langweilige Dramen und durchschaubare Erzählstrukturen zu verzichten, ist es möglich, die gesamte Filmgeschichte als den Versuch zu verstehen, diese mechanische Beschleunigung zu beherrschen.
Heidi Dumreicher l Sergio Fant l Marcy Goldberg l Bodo Hell l Christoph Huber l Lilli Lička l Johannes Moser l Michael O'Pray l Hans Schifferle l Burghart Schmidt l Christian Stadelmann l Jean-Philippe Tessé l Barbara Wurm
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