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Im Bilder-Labyrinth zu Bady Mincks surrealem Heimatfilm Ein fantastisches Heimat-Filmgedicht über Österreich, und zugleich eine Reflexion über das Sehen und Hören, über das Werden und Vergehen von Bildern und Tönen, über das spannende Wechselspiel von Bild und Text. Inspiriert von einem Stummfilm, aber auch von modernen und postmodernen Filmemachern wie Jan Švankmajer, David Lynch oder David Cronenberg. Oszillierend zwischen Live Action und Animation lässt Bady Minck den Dichter Bodo Hell durch Österreich und seine Bildwelten driften, vom bizarr anmutenden Erzberg in der Steiermark bis zum scheinbar so heimeligen und bekannten Salzburg. Die Geschichte der Orte und Landschaften entfaltet sich hauptsächlich in irrwitzig schnellen Montage-Sequenzen von Postkarten aus fast hundert Jahren. Vielleicht stellt Mincks Cine-Poem ein experimentelles
Road Movie durch das Bilder- und Image-Labyrinth Austria dar, vielleicht
ist es ein großes Daumenkino der populären Traumwelten und
privaten Erinnerungsfetzen. In den Ansichtskarten kommt nämlich auf
Vorder- und Rückseiten tatsächlich alles zusammen: Kitsch und
Mythos, Fotografie und Geschriebenes, Aktualität und Vergänglichkeit.
Bei den Postkarten aus der Nazizeit durchdringt Schrecken die Idylle.
Heidi Dumreicher l Sergio Fant l Marcy Goldberg l Bodo Hell l Christoph Huber l Lilli Lička l Johannes Moser l Michael O'Pray l Burghart Schmidt l Christian Stadelmann l Mika Taanila l Jean-Philippe Tessé l Barbara Wurm
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