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Kunst küsst Wissenschaft wach Kunst küsst Wissenschaft wach, ein Kuss, der beide aufblühen lässt. Wie die gegenseitige Befruchtung sich im Fall von Im Anfang war der Blick gestaltet, untersucht Heidi Dumreicher anhand von sieben Thesen zur Nachhaltigkeitsforschung. Film wie Wissenschaft werfen den Blick in die Zukunft im Bewusstsein um das Prozesshafte von Zeit, Gleichzeitigkeit und Vergänglichkeit. Naturwissenschaftliche Theoreme von Ursache und Wirkung werden in der Nachhaltigkeitsforschung in Frage gestellt und im Film außer Kraft gesetzt, der Protagonist entflieht den Zwängen der Kausalität, in dem er sich ins Zweidimensionale des Mediums selbst flüchtet. Im Versuch, Vorstellungen von idyllischer Natur mit dem menschlichen Eingreifen in diese und mit dem Gestalten von Landschaft zu versöhnen, haben Forscherinnen wie Filmemacher eines gemeinsam: sie begreifen ihre Welt als machbare. Das eröffnet Möglichkeitsräume – für die Wissenschaft wie den Film. Während die Kulturlandschaftsforschung aber betont, dass wir als Individuen immer in uns umgebende Systeme eingebettet sind und unser Gestaltungspotential nicht selten überschätzen, sprengt der Film diese Grenzen und erlaubt seinen Akteuren wie seinen Zuschauern schier Unmögliches. Das wissenschaftlich und filmisch Machbare ist aber in jedem Fall verortet, auf einen Raum und eine Stätte, ein Stattfinden bezogen. Die Nutzbarkeit des Mediums Film wie der Landschaft ist keine unendlich strapazierbare. Um Grenzen auszuloten und zu überwinden arbeiten Forscher wie Filmemacherinnen im Team. Eine Abenteuerreise, die sich als Aufbruch zu neuen und noch unerforschten Ufern versteht, Entdeckung von Neuland und Neu-Landschaften.
Sergio Fant l Marcy
Goldberg l Bodo Hell l Christoph
Huber l Lilli Lička l
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