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Im Anfang war der Blick sollte stets mehr sein als ein Film, der entsteht, dann gezeigt wird und bleibt für weitere Zeiten, auch wenn das in sich schon sehr viel ist, der Film steht bestens da, macht seinen Weg, er fasziniert, betört, bringt Menschen zum Nachdenken: er führt ein wundersames, vielfach preisgekröntes Leben. Zu all dem, aber, war seine Produktion schon Anlass für eine Konferenz, cinESCAPE – Landschaft, Film, Kultur: ein stabiles, darin beständig prekär sich auslotendes Dreieck: Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft –, seine Vollendung, sein erstes Wirken, nun, wird geweitet durch diese Publikation, ein eigenständiges Ganzes, das Themen, Ideen, Anliegen des Films aufnimmt, weiterträgt, verwandelt. Entsteht ein Buch zu einem Film, wird damit meist (Ausnahmen
sind rar) eine Bewältigung des Werkes insinuiert: man vollzieht seine
Realisierung nach, oft versucht man auch, ihm eine Bedeutung, klare Deutungsmöglichkeiten
– die damit nichts anderes als Gewissheiten sind – einzuschreiben;
ist es ein Buch über einen "älteren" Film, verarbeitet
man noch (s)eine Rezeptionsgeschichte. Will sagen: das Buch zum Film ist
immer ein Ende dieses Films, das Produkt soll eine handliche Form bekommen,
auch, damit etwas anderes kommen kann, der nächste Film, die nächste
abzuarbeitende kulturelle Produkteinheit. Der Film soll, simpel gesagt,
aufhören zu wirken, Bedeutungen hervorzubringen: das Buch zum Film
ist ein Versuch, dem Wildwuchs der Sinnwertschöpfung rabiat beizukommen.
Olaf Möller
Heidi Dumreicher l Sergio Fant l Marcy Goldberg l Bodo Hell l Christoph Huber l Lilli Lička l Johannes Moser l Michael O'Pray l Hans Schifferle l Burghart Schmidt l Christian Stadelmann l Mika Taanila l Jean-Philippe Tessé l Barbara Wurm
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